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Start · Pädagogik

Unsere Konzeption

Wir machen wenig Aufhebens. Aber nichts davon zufällig.

Fünf Leitgedanken und sechs Blickrichtungen auf dasselbe Kind. Getragen vom Team, ständig weiterentwickelt.

„Die Arbeit eines Kindes, seine bedeutendste und hauptsächlichste Beschäftigung, ist das Spiel."

Deshalb bekommt das Spiel im Tagesablauf den meisten Raum — und wir beobachten meistens, statt einzugreifen.

Fünf Leitgedanken

Woran wir uns halten.

Keine Methode von der Stange, sondern das, was sich in einer Gruppe von zehn Kindern tatsächlich umsetzen lässt.

Kleinkind betrachtet im Gras eine Löwenzahnblüte
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Naturnahe Erziehung

Wir gehen raus, sobald das Wetter es zulässt. Die Kinder erfahren, dass Hände bei Kälte kalt werden, dass Sand im Regen formbarer ist und bei Wärme pulvriger. Sie erleben Naturprozesse hautnah — vom Wetterumschwung bis zum Jahreszeitenwechsel.

Draußen steht mehr Raum zur Verfügung. Die Kinder können ihrem Ausdrucks- und Bewegungsbedürfnis stärker nachgehen und sich unabhängiger von uns beschäftigen. Wir geben Anregung und machen Mut, wenn gerade der Kletterturm ansteht — und nehmen den glitschigen Wurm auch mal selbst auf die Hand. Genauso oft ziehen wir uns in eine beobachtende Position zurück und lassen „erwachsenenfreie Zonen" zu.

„Wer die Welt nicht erfahren kann, bleibt unerfahren."Günter Anders
Kind sitzt auf einer Decke, umgeben von Spielsachen
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Offene Arbeit

Auf die Bedürfnisse von Kindern einzugehen heißt zuerst zu erkennen, dass diese Bedürfnisse andere sind als die von Erwachsenen. Spielen und der manchmal unermüdliche Bewegungsdrang stehen vorn. Dafür immer wieder Freiraum zu schaffen, ist Teil unserer Arbeit.

In einer oft verplanten Woche gestalten wir Räume und Planungen bewusst nicht zu eng. Wo Entscheidungen anstehen, dürfen die Kinder mitreden — und dabei auch erfahren, dass man sich nicht immer durchsetzt. Offen bleiben heißt für uns auch: Menschen nicht in ein Schema pressen, ob sie nun groß sind oder eben noch etwas kleiner.

Kleinkind malt mit einem Wachsmalstift auf einem Blatt Papier
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Grundkompetenzen

Kreativität, Sprache, Sinne, Spiel, Bewegung, Selbstständigkeit — sechs Blickrichtungen auf dasselbe Kind. Kein Förderprogramm, sondern das, worauf wir im Alltag achten. Die sechs Bereiche im Einzelnen stehen weiter unten.

Die sechs Bereiche

Zwei Kleinkinder essen gemeinsam, eines hat einen Löffel im Mund
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Gesunde Ernährung

Beim Essenslieferanten achten wir besonders darauf, dass die Kinder ein ausgewogenes und abwechslungsreiches Mittagessen bekommen. Auch beim täglichen gemeinsamen Frühstück verzichten wir auf Süßes wie Milchschnitte oder Kuchen.

Das heißt nicht, dass Süßigkeiten ausgeschlossen sind — zu Geburtstagen und Festen gehören sie dazu. Wir wollen sie nicht verbieten, nur einschränken: Alles Verbotene ist für Kinder besonders interessant.

Sauberkeitserziehung gehört für uns in denselben Zusammenhang. Wir unterstützen Ihr Kind, sobald es die körperliche und geistige Reife dazu hat. Jedes Kind hat sein eigenes Tempo — mit Geduld, Spaß und Verständnis ist das Ziel zu erreichen.

Schlafendes Kind unter einer gestreiften Decke
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Mittagsschlaf

Der Mittagsschlaf ist ein fester Bestandteil des Tagesablaufs und der Entwicklung des betreuten Kindes. Von 12.30 bis 14.20 Uhr ist es ruhig im Haus. Dafür haben wir einen eigenen Ruhe- und Schlafraum.

Kinder, die nicht mehr schlafen, ruhen — und stehen danach wieder zur Verfügung, wenn die anderen aufwachen.

Grundkompetenzen

Sechs Blickrichtungen auf dasselbe Kind.

Aufklappen, wenn Sie es genauer wissen wollen. Der Text stammt aus unserer Konzeption.

Kreativität und Fantasie

Kreativität ist die Ergänzung zum rationalen Denken: ein Angebot, einen Gedanken oder eine Idee aufgreifen und etwas Eigenes daraus entwickeln. Das braucht Freiheit und Handlungsspielraum.

Die Fantasie von Kindern kennt keine Grenzen, ihre Fähigkeiten schon — und über die wollen sie hinauswachsen. Kreative Angebote sind bei uns deshalb freiwillig und bewusst klein: Eine Fachkraft plant und begleitet sie und nimmt sich dafür nur ein oder zwei Kinder zur Seite. So bekommt jedes die volle Aufmerksamkeit — und weil die Runde möglichst täglich wechselt, ist im Lauf der Woche jedes Kind einmal dran.

Nicht jeder gemalte Vogel sieht aus wie der andere. Jedes Kind macht es so gut, wie es das heute kann, und bekommt Hilfestellung von anderen Kindern oder von uns. Dabei sollen die Kinder möglichst eigene Lösungen finden — und kommen so auf den Gedanken, dass ein Becher nicht nur zum Trinken taugt, sondern auch eine gute Kreisvorlage abgibt.

Oft bringen wir ein Angebot nur ins Rollen; die Kinder entwickeln schnell eine Eigendynamik, und wir können uns zurückziehen. Auch „bastelfaule" Kinder drücken sich nicht dauerhaft — sie brauchen manchmal einfach mehr Zeit. Ein gewöhnlicher Stock wird so von der Angel bis zum Löschschlauch alles.

Sprache

Sprache ist das wichtigste Medium zwischenmenschlicher Kommunikation. Sprachliche Bildung ist ein Prozess, der nie abgeschlossen ist — er umfasst das Sprachverständnis genauso wie die Sprechfähigkeit.

Wir unterstützen die Kinder dabei, die deutsche Sprache so weit zu lernen, dass sie sich bei uns verständigen und ihre Bedürfnisse ausdrücken können. Unser Ziel ist die Freude am Sprechen. Defizite erkennen wir und arbeiten individuell daran.

  • Lieder, Reime, Kreis- und Fingerspiele, oft mit Bewegung verbunden
  • Musikalische Früherziehung mit Frau Ohle, mittwochs von 10.00 bis 10.45 Uhr
  • Vorlesen, Erzählen und das Erfinden eigener Geschichten
Sinne sensibilisieren

Ganzheitliche Pädagogik will den Kindern Wahrnehmungen ermöglichen, die so viele Sinne wie möglich ansprechen — auch Abstufungen und Sinneskombinationen. Die im Alltag stark beanspruchten audiovisuellen Sinne sollen auf anderen Gebieten ergänzt werden: fühlen, schmecken, Gleichgewicht.

Vielfältige sinnliche Erfahrungen machen Kinder beweglich an Körper und Geist. Nervenverbindungen, die in der Kindheit durch die Aktivierung aller Sinne entstehen, helfen später auch bei kognitiven Prozessen. Spannung und Entspannung, Ruhe und Erregung einzuschränken hieße, Kinder in ihren Erfahrungsmöglichkeiten einzuschränken.

Über ihre Sinne finden sich Kinder in die Welt ein. Schmecken, Tasten, Gleichgewicht, Wärme und Kälte bilden die Grundlage für Orientierung — und für das Bild, das ein Kind von sich selbst entwickelt. Dieses Selbstbild ist die Grundlage seines Selbstbewusstseins.

Spiel

Jedes Kind ist von Geburt an damit beschäftigt, sich die Welt anzueignen. Wir unterstützen es dabei, sich Neuem offen zuzuwenden. Kinder spielen aus eigenem Antrieb; im Spiel konstruieren und rekonstruieren sie soziale Beziehungen. Wesentlich ist die Handlung, nicht das Ergebnis.

  • Freies Spiel: vom Greifen über das Ausprobieren zum Begreifen. Material steht zur freien Verfügung.
  • Angeleitetes Spiel: Wir motivieren und begleiten, fördern Stärken und gleichen Defizite aus. Material wird gegebenenfalls vorgegeben.
  • Rollenspiel: Gefühle, Sprache und Fantasie stehen im Vordergrund. Verkleidung, Schminke und Dinge des täglichen Lebens fördern es.
  • Spiel im Außengelände: Kraft, Geschicklichkeit, Mut und Selbstbewusstsein steigern das Selbstwertgefühl.
Bewegung und Gesundheit

Bewegung ist unmittelbarer Ausdruck kindlicher Lebensfreude. In keinem anderen Lebensalter spielt sie eine so große Rolle — und zu keiner Zeit war sie so wichtig wie heute. Fehlende natürliche Bewegungsräume, hohes Verkehrsaufkommen, übermäßiger Medienkonsum und falsche Ernährung können die Entwicklung negativ beeinflussen.

  • Klettern, bauen, verstecken, entdecken und forschen
  • Rangeln, Kräfte messen und toben
  • Geschicklichkeits-, Balance- und Wahrnehmungsspiele
  • Kooperations- und Teamspiele
Selbstständigkeit

„Auf eigenen Füßen stehen" heißt bei uns nicht nur laufen, hüpfen und springen. Die Kinder sollen mit sich selbst und in der Gruppe möglichst eigenständig zurechtkommen.

Das Team gibt Raum und Anlässe, damit eigene Interessen, Ideen und Initiativen entstehen: in Spielsituationen, bei Bilderbuchbetrachtungen, in der Kinderrunde oder bei Bastelangeboten. Die Kinder dürfen ihre Zeit sinnvoll nutzen — und müssen auch mal Langeweile aushalten. Hinterher sind sie stolz auf sich.