Offene Arbeit

Unser Anliegen auf die Bedürfnisse der Kinder einzugehen, bedarf sowohl unserer Einfühlung wie auch der Erkenntnis, das die Bedürfnisse der Kinder häufig andere sind als die von Erwachsenen. Besonders Spielen und der manchmal scheinbar schier unermüdliche Bewegungsdrang stehen bei Kindern im Vordergrund. Hierfür immer wieder den nötigen Freiraum zu schaffen, ist ein Bestandteil unserer Arbeit. In unserer oft beengten Umwelt und einer häufig mit Terminen verplanten Woche, ist es ein wichtiges Anliegen Räume und Planungen nicht zu eng zu gestalten, um offen zu bleiben für die Wünsche und Bedürfnisse der Kinder. Diese Offenheit ermöglicht sowohl uns, als auch den Kindern die uns zur Verfügung stehende Zeit erfüllend zu gestalten und schafft uns Freiraum für größere Spontaneität. Sind Entscheidungen zu treffen, bieten wir den Kindern immer wieder die Möglichkeit, sich mit einzubringen. Das kann durchaus auch bedeuten, dass einzelne sich den Entscheidungen einer Mehrheit beugen und so mit ihren Bedürfnissen zurückstehen müssen. Doch ebenso wie die Erfahrung mit entscheiden zu können und zu dürfen, gehört es dazu zu erfahren, dass man sich nicht immer seinen Wünschen durchsetzen kann. Ständige Reflexion im Team wie auch mit den Kindern ermöglicht es uns, offen zu bleiben für die immer wieder wechselnden Anliegen der Kinder.

Und Offenheit bedeutet auch im ganz wörtlichen Sinn offen zu bleiben, offen für Neues, für Anregungen, für Veränderung, bedeutet auch sich immer wieder auf neue Situationen einlassen zu können, Menschen nicht in ein Schema zu pressen und ihnen Respekt und Achtung zu zollen, ob sie nun groß oder eben noch etwas kleiner sind.

Ausgewogenes Angebot

Die „Arbeit“ eines Kindes, seine bedeutendste und hauptsächlichste Beschäftigung ist das Spiel. Dem geben wir im Tagesablauf auch den meisten Raum. Die Möglichkeit zu Malen und Basteln, ein Spiel zu spielen, sich ein Bilderbuch anzusehen oder sich einmal ganz zurückzuziehen ist, wenn wir uns in unseren Räumlichkeiten aufhalten, jederzeit gegeben. Die Freispielzeit nutzen wir, um die Kinder zu beobachten, zu sehen mit wem spielen sie, wie und womit sie sich beschäftigen, wie lange und konzentriert sie bei der Sache sind und was sie beschäftigt. Gibt es eventuell besondere Ereignisse, die gerade im Spiel verarbeitet werden, wie z.B. die Geburt eines Geschwisterkindes, ein Krankenhausbesuch, irgendwelche Fernsehsendungen usw. Daraus ergeben sich für uns immer wieder Ansatzmöglichkeiten Angebote zu machen, ob es sich nun dabei um ein angeleitetes Bastelangebot handelt, eine besondere Auswahl thematischer Bilderbücher, die aus der Bücherei ausgeliehen werden oder Ausflüge, wenn dieses möglich ist.

Jedes Kind hat individuelle Stärken und Schwächen, Vorlieben und Interessen. Diese kristallisieren sich durch intensive Beobachtung mit der Zeit immer mehr heraus.

Im weitesten Sinne ist auch die Freispielzeit ein Angebot an die Kinder, welches sie selbst gestalten können, was auch bedeuten kann, dass sie auch mal mit ihrer Zeit nichts anzufangen wissen und Langeweile aushalten müssen. Doch in einer von Angeboten überschwemmten Gesellschaft, ist es für uns wichtig, dass Kinder lernen aus eigener Initiative aus einer Langeweile herauszufinden und sich nicht immer beschäftigen und unterhalten zu lassen. Selbstständigwerden, heißt auch zu lernen, dass nicht andere für das eigene Wohlergehen verantwortlich sind.

Rückzugsmöglichkeiten schaffen

Den Kindern Rückzugsmöglichkeiten zu schaffen ist eine wichtige Voraussetzung, um ihnen Freiraum und Ruhemöglichkeiten zu geben. So können sie erlebte Situationen verarbeiten und haben die Möglichkeit, sich ihres Alters und Entwicklung entsprechend zu bewegen, zu spielen und ihre Entscheidungsfreiheit und kreatives Spiel auszuleben. Denn die Interessen der Kinder sind es, die berücksichtigt werden sollen. Dazu gehört auch, dass sich die Erzieherinnen mal zurücknehmen und den Kindern das Spielen in kleinen Gruppen ermöglichen, in denen sie nur für sich sind. Damit geben wir den Kindern die Möglichkeit, sich bei Bedarf aus dem lauten stressigen Situationen und der Hektik des KiTa- Alltages zurückziehen zu können, um sich zu erholen und Ruhe positiv zu erleben. Dadurch ist auch für die Erzieherinnen intensivere Arbeit mit einzelnen Kindern möglich.

Eingewöhnungszeit

Grundsätzlich richtet sich der Ablauf der Eingewöhnungszeit nach den Bedürfnissen und Fähigkeiten des einzugewöhnenden Kindes. Das heißt, die Eingewöhnung kann bei den Kleinen in einigen Fällen bis zu vier Wochen dauern, je nach dem ob das Kind schon gewohnt ist, sich von den Eltern zu trennen bzw. ob dieses erst schrittweise geübt werden muss. Nach einer angemessenen Zeit sollte das Kind genug Vertrauen gewonnen haben, um normal am Tagesgeschehen teilzunehmen. Eltern sollten aber in den meisten Fällen damit rechnen, dass sie eine Eingewöhnungszeit von zwei bis drei einplanen müssen. Erfahrungsgemäß ist es besser, wenn ein Elternteil die Eingewöhnung übernimmt, also kein Wechsel stattfindet.

Der Trennungsprozess ist immer ein ganz individueller. Das neue Kind muss sich mit den anderen Kindern und dem Team erst vertraut machen. Das geschieht mit mehr oder weniger Angst. Und auch Eltern fällt es nicht immer leicht sich von ihren Kindern zu trennen. Kinder spüren das !! Wichtig ist, dass die Eltern sicher sind, dass sie ihr Kind in die KiTa geben wollen. Sie sollten ein gutes Gefühl dabei haben, trotz aller Ängste und Unsicherheiten, die vielleicht in der ersten Zeit damit verbunden sein mögen.Sollte dies der Fall sein, hat selbstverständlich das Team immer ein offenes Ohr für sie.

Arbeit mit Eltern als Eltern

Wie Geschehnisse im der KiTa Auswirkungen auf das Familienleben haben so wird auch das Familienleben immer wieder Rückwirkungen auf die KiTa haben, beim Spiel, beim Essen, in Erzählungen usw. Mitunter ist zu Hause etwas vorgefallen, was bei dem Kind für einige Zeit „auffälliges“ Verhalten verursacht, Ängste, Trennungsprobleme, besonderes Geltungsbedürfnis oder ähnliches. Offene und ehrliche Gespräche stärken hier das Vertrauen und die Zusammenarbeit zwischen Team und Eltern. Es gibt Dinge, die lassen sich schnell mal in einem so genannten „Tür- und Angelgespräch“ klären, beim Bringen oder in der Abholzeit, für anderes ist mehr Zeit und Ruhe angebracht, da würde sich ein Elterngespräch anbieten. Solche „Tür- und Angelgespräche“ wie auch Elterngespräche sind Teil des KiTa- Alltags. Es geht nicht immer um Probleme, mitunter wird einfach mal über den Entwicklungsstand eines Kindes gesprochen, mal geht es um Zukunftspläne, familiäre Veränderungen etc. Da während der Eingewöhnungszeit anfangs immer ein Elternteil das Kind begleitet, bekommt dieser auch einen Einblick in den KiTa- Alltag.
Im Verlauf des Kita Jahres finden immer mal Ausflüge und Feste statt.


Ehrenamtliche Mitarbeit von Eltern!!!

Wir haben einen Wäschedienst , der beinhaltet einen Monat lang, einmal die Woche, Handtücher und Bettwäsche sowie Lätzchen und noch anfallende Dinge zu waschen. Ein Hausmeisterdienst,der für kleine reperaturen und Winterdienst wie Schneeschippen benötigt wird,.Nach Bedarf wird im Jahr, wo alle Eltern teilnehmen müssen, eine eventuelle Reinigung des Außengeländes anstehen, Streichen oder kleine Reparaturen usw. Dieses wird vorher bekannt gegeben und abgesprochen.


Konzept   Stand Juni 2018